Was ist ein Hospiz? - Hospizverein Bremerhaven - HOMBRE e.V.

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Der Begriff Hospiz (engl. hospice; lat. hospitium) heißt wörtlich übersetzt Herberge. In frühchristlicher Zeit und im Mittelalter bauten kirchliche und klösterliche Orden Herbergen, die nicht nur Reisenden, Pilgern und Fremden, sondern auch bedürftigen, alten, kranken und sterbenden Menschen offen standen. In diesen Hospizen wurde versucht, jedem Menschen das zu geben, was er brauchte: Hilfe, Schutz und Geborgenheit. Die heutige Hospiz-Bewegung hat darin ihre Ursprünge.

1967 eröffnete die englische Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders in London das St. Christopher´s Hospice. In den folgenden Jahren wurde dieses Haus nicht nur zu einem Zufluchtsort für schwerkranke und sterbende Menschen, sondern auch zum Vorbild für zahlreiche andere Einrichtungen, die seitdem entstanden sind, sowie zu einem Zentrum der Ausbildung und Forschung. Die grundlegenden Konzepte der modernen Hospizbewegung wurden im Wesentlichen durch Cicely Saunders und Elisabeth Kübler-Ross geprägt. Ihre letzten Tage verbrachte Cicely Saunders selbst im St. Christopher`s, wo sie am 14. Juli 2005 verstarb.

Sie formulierte den Leitspruch der Hospizarbeit:


„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“


Heutzutage gibt es ambulante, teilstationäre und stationär tätige Hospizvereinigungen. Ein zentrales Anliegen der Hospizbewegung ist es, sterbenskranken Menschen ein würdiges Lebensende am besten in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen und
darüberhinaus den Zugehörigen helfend zur Seite zu stehen. Ein weiteres Hauptanliegen der Hospizidee ist es, die persönliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer zu fördern und in das Leben zu integrieren.

 
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